VERANSTALTER

Erfinder

Peter Blatter – Erfinder des Laufes
Der 1. Duisburg Citi Run fand im September 2005 statt. Die Idee zu diesem bei Läufern inzwischen äußerst populären Lauf hatte Peter Blatter, seinerzeit Operations Vorstand der TARGOBANK. Peter Blatter ist inzwischen im Ruhestand, als Gast ist er trotzdem beim TARGOBANK Run immer vor Ort.

Im Interview berichtet er unter anderem davon, was ihn auf die Idee gebracht hat diesen Lauf ins Leben zu rufen.

Interview

Hermann Kewitz sprach im Vorfeld mit dem Initiator des Laufes, dem ehemaligen TARGOBANK Vorstand Peter Blatter:

Hermann Kewitz: Wie sind Sie auf die Idee gekommen in Duisburg einen Unternehmenslauf zu veranstalten?

Peter Blatter: Der Ursprung des jetzt neu getauften TARGOBANK Run liegt schon sehr lange zurück. Ich war vor vielen Jahren Zeuge der unglaublich positiven Entwicklung des Frankfurter JP Morgan Chase Laufes. Mit meinem neuen Einsatzort Duisburg bot sich die Gelegenheit, hier ebenfalls ein Laufkonzept zu verwirklichen und in dieser Stadt eine einzigartige Nische zu besetzen. Duisburg hatte so etwas wie einen Firmenlauf mit Strahlkraft über die Stadt hinaus bis 2005 noch nicht. Der Lauf sollte zum Vorteil des Unternehmens und seiner Mitarbeiter und gleichzeitig auch zum Vorteil der ganzen Stadt sein. Das Konzept funktioniert. Im Jahr 2009 gingen 5.400 Läufer aus über 300 Unternehmen an den Start. Dies ist besonders den Teamcaptains zu verdanken, die jedes Jahr aufs Neue ihre Kolleginnen und Kollegen motivieren.

Hermann Kewitz: Zur Bewerbung des Laufes starten Sie in jedem Jahr eine besondere Aktion zusammen mit den Teamcaptains des Laufes. 2008 war es ein Fackellauf quer durch die Stadt, 2009 ein Hochhauslauf in Ihrem Treppenhaus. Wie kommen Sie auf diese Ideen?

Peter Blatter: Querdenken macht Spaß. Dazu kommt dann natürlich auch langjährige Erfahrung. Ein so emotionales Ereignis wie den TARGOBANK Run sollte man nicht „kalt" starten. Unsere Events mit den Teamcaptains sorgen im Vorfeld schon für eine „höhere Temperatur" bei allen Beteiligten. Gemeinsam fiebern Teamcaptains und Veranstalter dem Tag des Laufes entgegen. Auch in unserem Haus baut sich ab dem Zeitpunkt der ersten Pressekonferenz eine positive Spannung auf. Diese Teaserveranstaltungen sind daher enorm wichtiger Bestandteil des Hauptereignisses geworden.

Hermann Kewitz: Warum glauben Sie, kommt die Veranstaltung gut bei den Läufern an?

Peter Blatter: Mitarbeiter nutzen die Möglichkeit des Laufes gerne um ihre Bindung an das eigene Unternehmen zu zeigen und als Mannschaft aufzutreten. Das verbindende Element einer Unternehmenszugehörigkeit wird meiner Meinung nach oft unterschätzt. Die Teamgrößen bestätigen unsere Vermutung. Siemens startete im Jahr 2009 mit 464 Läufern. Thyssen Krupp Steel war mit 329 Läufern gemeldet, die Stadt Duisburg war - wenn man die einzelnen Teams zusammenrechnet - mit über 300 Läufern dabei. Das sind doch imposante Zahlen, oder?

Hermann Kewitz: Und wie sah es bei Ihnen aus? Wie kommt der Lauf in Ihrem Unternehmen an?

Peter Blatter: Im Jahr 2009 liefen 446 Mitarbeiter mit unserm Logo auf dem Shirt. Wir profitieren natürlich auch davon, Ausrichter des Laufes zu sein. Unsere Mitarbeiter sehen  den Duisburg TARGOBANK Run als ihre Veranstaltung. Das motiviert natürlich noch einmal zusätzlich zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen das Unternehmen zu repräsentieren. Die Nachfrage nach den begehrten Startplätzen ist daher sehr sehr hoch.

Hermann Kewitz: Läuferrekorde, eine tolle Stimmung am Veranstaltungsplatz und große Teams, die mit laufen. Gibt es weitere Erfolgsgeschichten rund um den Lauf?

Peter Blatter: Ja, die gibt es. Dadurch dass wir so viele Läufer mobilisiert haben, ist es uns gelungen wirklich signifikante Beiträge für den guten Zweck spenden zu können. Darauf sind wir schon ein wenig stolz und wir haben den Ehrgeiz das hohe Niveau dieser Zuwendungen aufrecht zu erhalten.